Bemerkenswert

Über die AG

cropped-cropped-bildschirmfoto-2016-06-14-um-17-36-142.pngSeit 30.5.2012 trifft sich an der Fakultät 11 regelmäßig eine Arbeitsgruppe „Soziale Arbeit“. Die AG wurde von Kolleginnen und Kollegen gegründet, die ihre theoretischen und praktischen Wurzeln in der Sozialen Arbeit sehen. Sie verfolgen damit das Anliegen, der Sozialen Arbeit in dem sehr heterogenen Kollegium der Fakultät eine deutlichere Stimme zu verleihen. Außerdem sollte die Identitäts- und Habitusentwicklung für die Soziale Arbeit an der Fakultät gestärkt sowie ein Diskursort zu Fragen der Sozialen Arbeit geschaffen werden. Für die Umsetzung fand sich eine Gruppe (Markus Kaufmann, Gunda Sandmeir, Gerd Stecklina), die das Organisatorische in die Hand nahm. Zur Mitarbeit an der AG konnten ca. 15 engagierte Kolleg_innen gewonnen werden, die sich bis heute 3-4 mal pro Semester treffen.

Diese Webseite informiert über Themen und Veranstaltungen der AG.

Ansprechpartner der AG: Prof. Dr. Constance Engelfried und Prof. Dr. Gerd Stecklina

Mehr über die AG: Über die AG

„Soziale Arbeit führt in die Armut“ Podiumsdiskussion zum Thema „Starke Frauen in der Sozialen Arbeit“

von Prof. Dr. Juliane Sagebiel

Anlässlich des hundertsten Geburtstages der sozialen Frauenschule, dem Vorgänger der Fakultät für Sozialwissenschaften, trafen sich Ende November drei starke Frauen aus der Sozialen Arbeit und der Politik zur Podiumsdiskussion in der „Kapelle“ am HM-Standort Pasing. Barbara Stamm, ehemalige Präsidentin des Bayerischen Landtags, Eva Grundner, Vorständin der Diakonie Hasenbergl und Hannelore Güntner, Gründerin der IMMA e.V. und Gendertrainerin, erzählten unter anderem von ihren beruflichen Erfolgen sprachen über die Frauenquote in Unternehmen und die Probleme, die Frauen heute immer noch haben bei der Vereinbarung von Job und Familie.

Podiumsdiskussion_3_Anika_Wiesenbauer

HM-Frauenbeauftragte Prof. Dr. Elke Wolf von der Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen, begrüßte rund 70 Gäste. Sie stellte die Rednerinnen vor, die sich alle in ihren Berufen besonders stark engagiert hatten. Wolf unterstrich dies mit den Worten, dass sich „Erfolge der Karrieren (…) nicht nur an den Löhnen“ zeigten. Dass diese aber dennoch zum Leben reichen müssten und wie schwierig das in sozialen Berufen zu erreichen sei, die leider immer noch größtenteils von Frauen ausgeübt werden, bemängelte Güntner. Ihre Rente reiche kaum zum Leben in München aus. „Soziale Arbeit führt in die Armut“ – und das dürfe nicht sein.

Was darf der Mensch kosten?

Stamm stellte unter anderem die ständige Bezugnahme auf Zahlen in Deutschland in Frage, denn „alles, was ich in Zahlen nicht ausdrücken kann, ist in der Gesellschaft nichts wert.“ Damit spielte sie auf ein altes Problem der Sozialen Arbeit an, dass sich positive Effekte nicht immer messen ließen. Außerdem gab sie zu bedenken, dass es in der Pflege nur noch darum ginge, was jemand koste: „Ich höre zunehmend ‚Was darf der Mensch kosten?‘ Die Frage müsste aber sein: ‚Was braucht der Mensch, damit Würde und Teilhabe gesichert sind?‘“

Grundner, die mitverantwortlich ist, dass die Diakonie Hasenbergl als bester Arbeitsgeber ausgezeichnet wurde – bundesweit im Gesundheits- und Sozialwesen, bayernweit über alle Branchen hinweg – sprach sich für die Elternteilzeit aus. Männer, die in der Diakonie arbeiten, gingen bereits häufig in Elternteilzeit. Diese

müsse jedoch echte finanzielle Vorteile für beide bringen, wenn auch Männer sie wahrnähmen, so Grundner. Auch Stamm findet, dass Frauen mehr Möglichkeiten haben sollen, als Mütter zu arbeiten. Nachdem sie im Jahr 1990 den Satz von einem Kollegen ihrer Partei vernahm „Ich bin dagegen, dass Frauen im gebährfähigen Alter in die Politik gehen“, ist sie sicher: „Es soll selbstverständlich werden, dass Frauen und Männer gemeinsam die Zukunft gestalten!“

Im Anschluss an die knapp zweistündige Diskussion, die von Frau Prof. Dr. Juliane Sagebiel von der FK 11 moderiert wurde, war Raum für Kommentare aus dem Publikum, auf die die Rednerinnen auch eingingen. Als es um die Quote für Frauen ging entbrannte eine lebehafte Diskussion. Unter anderem meldete sich Hanna Wolf zu Wort, die zwölf Jahre lang im Bundestag saß und sich als „Quotenfrau“ outete. Sie sei sicherlich „nicht blöd gewesen“, aber den Job habe sie über die Quote bekommen. Den interessanten Abend beendete Teresa Hüttner, die vier Lieder sang und sich dabei am Flügel selbst begleitete.

Kamingespräch 100 Jahre Frauenschule, 07. Nov. 2019

image001

von Mirja Fürst (Hochschulkommunikation)

image002
Prof. Dr. Claudia Stracke-Baumann (li.) und Prof. Dr. Marianne Hege (re.) 

beim Kamingespräch im Rahmen von „100 Jahre Frauenschule“ (Foto: Katharina Kubulin)

Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften beleuchtet die Geschichte der Sozialen Frauenschule
1919 wurde die städtische Soziale Frauenschule in München-Bogenhausen gegründet, die sich im Laufe der Jahre zur Höheren Fachschule für Sozialarbeit, dann zur Fachhochschule, Fachbereich Sozialarbeit und schließlich zur heutigen Hochschule, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften mit dem Standort München/Pasing entwickelte.
 
Diese hundertjährige Entwicklung feiert die Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften mit einer Reihe von Vorträgen, Seminaren, Diskussionen und eben einem Kamingespräch. Dieses fand im November statt. Stilgerecht auf gemütlichen Sesseln bei einer Tasse Tee unterhielten sich Prof. Dr. Claudia Stracke-Baumann und Prof. Dr. Marianne Hege – die aktuelle Frauenbeauftragte der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften und die Forscherin, Zeitzeugin und seit 1994 emeritierte Professorin der damaligen Fachhochschule.

Internationaler Tag der Sozialen Arbeit

von Prof. Dr. Nicole Pötter

Am 17.3. ist der Internationale Tag der Sozialen Arbeit, auch als World Social Work Day (WSWD) bekannt und von der International Federation of Social Workers 1983 ins Leben gerufen, um auf die weltweit geleistete Arbeit der Sozialarbeiter*innen aufmerksam zu machen.

Bildschirmfoto 2020-02-24 um 11.28.03

Aus diesem Anlass findet am 17.3.2020 von 15 bis 17 Uhr in der Kapelle am Campus Pasing eine Poster-Messe statt. Studierenden der Sozialen Arbeit haben sich mit verschiedenen Themen rund um den WSWD beschäftigt, wie zum Beispiel Internationalisierung, Professionalisierung, Berufsvertretung etc. und Poster und kleine Präsentationen vorbereitet. Zwei Studierende, die im letzten Wintersemester im Auslandssemester waren, werden ebenfalls mit kurzen Präsentationen über ihre Erfahrungen berichten. Die Kolleg*innen, die Kooperationen mit Hochschulen im europäischen Ausland betreuen, sind ebenfalls eingeladen. Als externe Gäste sind eingeladen: die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), der DBSH (Deutscher Berufsverband Sozialarbeit und Heilpädagogik) und das International Office der Hochschule München.

Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten! Für Erfrischungen ist gesorgt. Wir würden uns über eine zahlreiche Teilnahme freuen.

 

Veranstaltungen an der Hochschule

Aktuell gibt es zwei spannende Veranstaltungen bzw. eine Veranstaltungsreihe an der Hochschule München.

1. 100 Jahre Frauenschule (diverse Termine)

2. Lesen- Nein Danke? Herausforderungen der Digitalität (10.12.2019)

Bildschirmfoto 2019-11-18 um 17.57.13.png

Liebe Freundinnen* und Freunde* der Sozialen Arbeit,
 
im Jahr 2019 feiern wir zusammen 100 Jahre Frauenschule. Wir setzen uns mit Frauen auseinander, die Meilensteine für die heutige professionelle Soziale Arbeit in
München setzten und setzen, nach dem Motto:
 
Starke Frauen aus der Sozialen Arbeit,
starke Frauen in der Sozialen Arbeit,
starke Frauen für die Soziale Arbeit.
 
Den Weg der Sozialen Arbeit vom Beruf zur Profession wollen wir als Erbe in der historischen Verantwortung fortsetzen. Eine Verantwortung, die uns angesichts der
aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wie die steigende soziale Ungleichheit, der Rechtsruck und der Anti-Genderismus herausfordert.
 
Wir schaffen Begegnungsräume mit Frauen, die sich für die Soziale Arbeit mit Erfolg engagiert haben und engagieren.
Ihre Erfahrungen aus den Bereichen Politik, Lehre und Praxis werden sichtbar gemacht und laden ein zum Nachfragen, Nachdenken und Diskutieren.
Die Hochschule München für angewandte Sozialwissenschaften würdigt das Jubiläum 100 Jahre Frauenschule mit verschiedenen Veranstaltungen im Wintersemester 
2019/20, zu denen wir sie herzlich einladen.
 
Mit freundlichen Grüssen
 
Prof. Dr. Juliane Sagebiel
(stellvertretende Hochschulfrauenbeauftragte)
 
Prof. Dr. Claudia Stracke-Baumann
(Frauenbeauftragte der Fak. 11)
 
Norbert Schindler
(Diplom Sozialpädagoge)
 
 
——-
 
Noch bevorstehende Veranstaltungen im Rahmen von  100 Jahre Frauenschule!
 
 
GENDERGAGA? ZUR ERREGTEN POLITISIERUNG
EINER EMPIRISCHEN KATEGORIE
Vortrag von Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky am 21. November 2019, 15:30 bis 17:00 Uhr, Raum KO 121, Am Stadtpark 20, München-Pasing
 
„Gender“ ist zu einem Politikum geworden: die einen verbinden mit „Gender“ die Auflösung von Familie und den Untergang der natürlichen Ordnung, die anderen feiern „Gender“ als Entscheidung über die eigene Geschlechtlichkeit, Pronomen-Picking inklusive. Was ist da los? Was erregt die Gemüter so sehr an „Gender“ und was meint „Gender“ in den Gender Studies? Der Vortrag „Gendergaga?“, der im Rahmen der Veranstaltungsreihe „100 Jahre Frauenschule“ stattfindet, geht auf diese Fragen ein. Weitere Veranstaltungen sind dem Flyer unter diesem Link zu entnehmen.
 
———————————————————————————————————————————————————————————————————————————
 
PODIUM:
STARKE FRAUEN IN DER SOZIALEN ARBEIT
Podiumsgäste:
Eva Grundner (Vorstand Diakonie Hasenbergl)
Hannelore Güntner (Aufsichtsratvorsitzende IMMA e.V.)
Barbara Stamm (Landtagspräsidentin a.D.)
Moderation: Prof. Dr. Juliane Sagebiel
 
Podiumsdiskussion am 28.11.2019 , 15:30 – 17:30 Uhr,  Raum: KO 127, Am Stadtpark 20, München-Pasing
 
 
———————————————————————————————————————————————————————————————————————————
 
GENDER PAY-GAP: PROFITIEREN FRAUEN IN ZUKUNFT
VOM FACHKRÄFTEMANGEL?
Vortrag von Prof. Dr. Elke Wolf (Hochschulfrauenbeauftragte), am 12.12.2019, 15:30 – 17:00 Uhr, Raum: KO 121, Am Stadtpark 20, München-Pasing
 
 
———————————————————————————————————————————————————————————————————————————
 
2. LESEN- Nein Danke?
Fachtag am 10.12.2019

 

SUCCESS Projekt – Abschlusskonferenz

im Auftrag von Prof. Dr. Patricia Arnold

Digital Approaches to Increasing Equity in Higher Education – Opening Universities for Refugees

Internationale Konferenz des BMBF-Forschungsprojekts SUCCESS vom 04.12. – 06.12.2019 an der Humboldt-Universität zu Berlin

Das BMBF-Forschungsprojekt „SUCCESS – Studienerfolg und Studienchancen für Geflüchtete“ an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Hochschule München, unter der Leitung von Prof. Dr. Patricia Arnold und Mitarbeit von M.A. Belma Halkic, veranstaltet eine internationale Abschlusskonferenz mit anschließendem Transferworkshop: Pressemeldung & Vorläufiges Programm. Neben den Projektpartnern werden weitere namhafte Wissenschaftler_innen und Expert_innen mit aktiven Beiträgen vertreten sein.

Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Wissenschaftler_innen, Fachkräfte aus Bildung und Politik sowie an die allgemeine Öffentlichkeit. Die Anmeldung zur Konferenz ist kostenlos. Bitte senden Sie zur Registrierung eine kurze E-Mail an: success@uni-mainz.de

Neue Forschungsgruppe: Teilhabe in der Migrationsgesellschaft

von Kerstin Jost

Die Gestaltung der Migrationsgesellschaft unter dem Aspekt der Teilhabe aller ist gegenwärtig eine zentrale Aufgabe für die Gesellschaft und damit ein wichtiges Forschungsfeld für die Sozialwissenschaften.

2019-05-22 BildForschungsgruppe

Die neue Forschungsgruppe „Teilhabe in der Migrationsgesellschaft“ an der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften lädt zum interdisziplinären Austausch und zur Beteiligung auch anderer Hochschulen und Institute ein. Die Treffen finden in der Regel einmal im Semester statt.

Kolleg*innen des Forschungsbereichs beteiligen sich im Sommersemester 2020 an dem Colloquium Soziale Arbeit mit dem Themenschwerpunkt Migration und Soziale Arbeit.

Eine weitere Beschreibung und Ansprechpartner*innen finden Sie hier:

https://www.sw.hm.edu/projekte_und_forschung/forschung/forschungsbereiche/index.de.html

Internationaler Tag der Sozialen Arbeit – Worldwide Social Work Day

Beitrag von Prof. Dr. Nicole Pötter

Bildschirmfoto 2019-03-08 um 12.30.29

Am 19. März 2019 findet zum 36. mal der Worldwide Social Work Day statt, auch als Internationaler Tag der Sozialen Arbeit bekannt. Die International Federation of Social Work hat diesen Tag 1983 ins Leben gerufen, um auf die Profession und ihre Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufmerksam zu machen. Der Tag findet jeweils am dritten Dienstag im März statt. Die Schwerpunktthemen werden jeweils für zwei Jahre festgelegt. In diesem und nächsten Jahr geht es um die Bedeutung von menschlichen Beziehungen (Promoting the Importance of Human Relationships).

Weitere Informationen auch zu Aktionen und Veranstaltungen rund um den Tag findet man unter folgenden Links:

 https://www.dbsh.de/der-dbsh/dachverbaende/ifsw/world-social-work-day.html (Homepage des DBSH)

https://www.ifsw.org/social-work-action/world-social-work-day/world-social-work-day-2019/ (Homepage der IFSW)

 

Zwischenbericht des Forschungsprojekts BeBjG erschienen

von Prof.Dr. Nicole Pötter

Das Forschungsprojekt „Chancen des Zugangs zur beruflichen Bildung für bleibeberechtigte junge Geflüchtete: Möglichkeiten und Hindernisse in der Beratung und Unterstützung“, welches in Kooperation der Hochschule München, des Bundesinstituts für Berufsbildung und der Universität Rostock an den Standorten Rostock, Ennepe-Ruhr-Kreis (NRW) und München umgesetzt wird, hat einen Zwischenbericht veröffentlicht. Dieser kann unter folgendem Link abgerufen werden: https://www2.bibb.de/bibbtools/de/ssl/dapro.php?proj=3.4.305 Ansprechpartnerin an der Hochschule München ist Prof. Dr. Nicole Pötter an der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften.

Die AG Soziale Arbeit traf sich zu einem Treffen mit dem Hauptthema Studiengangsentwicklung

image001

Prof. Dr. Peter Buttner gibt einen inhaltlicher Einstieg zur BA-Entwicklung und zum anstehenden Entwicklungs- und Diskussionsbedarf (s. Präsentation), an die sich eine kontrovers-konstruktive Diskussion anschließt. Einer der vielen zentralen Aspekten aus der Diskussion: während des Bologna Prozesses wurde der Master als der Regelabschluss für Soziale Arbeit geplant und eingefordert. Dies ist bisher nicht der Fall.

Hier gibt es die Präsentation von Prof. Dr. Buttner zum Download: Peter Buttner_2018_Studienreform FK11_03 30.07.2018

image002

Prof. Dr. Margret Dörr von der Katholischen Hochschule Mainz trägt zum Thema „Bedeutung der Pädagogik im Studium der Sozialen Arbeit“ vor (s. Präsentation).   Zwei zentrale Aspekte der sich anschließenden Diskussion zur Bedeutung der Pädagogik im Studium der Sozialen Arbeit sind (a) die Frage nach multiperspektivischen und -disziplinären Fallseminaren, ergänzend zu grundlegenden Einführungen in Bezugswissenschaften.

„Die AG Soziale Arbeit traf sich zu einem Treffen mit dem Hauptthema Studiengangsentwicklung“ weiterlesen